Vorbildliche Schweizer Unternehmen

Schweizer Unternehmen tragen unsere Werte und Tugenden in die ganze Welt: durchdachte Organisation, pragmatische Lösungen und Sicherheit. Sie bieten Lehrlingsausbildungen an, setzen modernste Umweltstandards durch, fördern Bildung und gelten als Vorreiter in Sachen Unternehmensverantwortung. Unsere Unternehmen sind weltweit höchst willkommene Investoren und tragen viel zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung bei – gerade in strukturschwachen Regionen. Die Herausforderungen in Entwicklungsländern sind aber unbestritten gross und verlangen nach stetiger Überprüfung, Anpassung und Verbesserung der Produktions- und Geschäftsprozesse. Wo gearbeitet wird, können Fehler passieren. Die zentrale Frage ist, wie diese in Zukunft am besten verhindert werden können.

UNO und OECD setzen auf Zusammenarbeit

Gefangen in einer konfrontativen Grundhaltung, fordern die Initianten der Unternehmens-Verantwortungs-Initiative (UVI) Verrechtlichung statt Dialog. Jeder gegen jeden, statt alle zusammen ist das Motto. Dies widerspricht sämtlichen internationalen Entwicklungen und Empfehlungen für verantwortungsvolles Unternehmertum. So fordert etwa die UNO die Staaten auf, die Sustainable Development Goals gemeinsam mit Unternehmen, NGO’s und lokalen Akteuren zu erreichen.¹ Auch die OECD fordert Dialog statt Verrechtlichung. Es ist besser, an einem Tisch zu sitzen und nach vorne zu schauen, als sich im Gericht gegenüberzustehen und auf Geschehenes zu fokussieren.

Lösungsorientierte Fehlerkultur statt Verrechtlichung

In anderen sensiblen Bereichen wurde dies längst erkannt: Müssten beispielsweise Chirurginnen und Chirurgen ständig mit Klagen rechnen, hätten sie keinen Anreiz mehr, Fehler oder Probleme zu melden, geschweige denn, anspruchsvolle Operationen durchzuführen. Daher gibt es im Gesundheitswesen ein anonymes Meldesystem. Denn nur, wenn transparent und ohne Scheuklappen kommuniziert werden kann, verbessert sich die Situation. Das gilt auch für Unternehmen. Für gewisse NGO’s scheint es aber attraktiver zu sein, medienwirksame Rechtsstreitigkeiten anzuzetteln, als auf einer vertrauensvollen Basis vorhandene Probleme anzusprechen und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

Wenn Klagen drohen, enden Dialog und Transparenz

Wer ständig mit Klagen rechnen muss, hat wenig Anreiz, sich auf einen zukunftsgerichteten Dialog mit lokalen Akteuren und NGO’s einzulassen. Welches Unternehmen wird unter diesen Umständen noch über die Geschäftstätigkeit informieren und Herausforderungen ansprechen? Wenn Klagen drohen, enden Dialog und Transparenz. Sagen Sie am 29. November deshalb NEIN zur UVI.

Weg der UNO / Weg der Initiative

¹«The Cooperation Framework must embody the spirit of partnerships that are at the core of the 2030 Agenda. That means partnerships with host governments – but also partnerships with all stakeholder – civil society, academia, parliaments, the private sector, bilateral partners – to leverage strengths and drive transformative change.» https://unsdg.un.org/2030-agenda/cooperation-framework[1] [2]

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